Zeugnis und Promotion

Zeugnis

Am Ende jedes Semesters erhalten die Jugendlichen ein Semesterzeugnis. Darin werden die Leistungen in den einzelnen Fächern sowie die Arbeitshaltung mit einer Zahl zwischen 1 und 6 bewertet. Bei gewissen Fächern wird nur ein „besucht“ eingetragen.
Es ist verständlich, dass eine gesamte Leistungsbeurteilung und Übersicht erst gegen das Ende jedes Semesters gemacht werden kann, wenn der vermittelte Stoff überprüft worden ist. Trotzdem ist es wichtig, dass Sie als Eltern auch während des Semesters über die Leistungen Ihres Kindes informiert sind (z.B. Einsichtnahme in die schriftlichen Prüfungen). Wenn Sie als Eltern feststellen, dass Ihr Kind in einzelnen Fächern Leistungsschwächen zeigt, nehmen Sie Kontakt mit der Klassenlehrperson auf. Sollte die Klassenlehrperson selber Veränderungen feststellen, wird auch von dieser Seite der Kontakt mit Ihnen gesucht, damit das weitere Vorgehen und allfällige Massnahmen gemeinsam abgesprochen werden können. Für eine Beförderung in die nächste Klasse sind die Noten im Zeugnis und eine Gesamtbeurteilung massgebend.

Promotion

Ob eine Schülerin oder ein Schüler die Schule in der Sekundarklasse E oder in der Sekundarklasse G besucht, hängt in erster Linie von der schulischen Leistungsfähigkeit ab. Andere Faktoren wie Arbeitshaltung oder allgemeines Interesse für die Schule spielen aber auch eine wichtige Rolle.
Treten bei einem Jugendlichen in der Sekundarklasse E Schulschwierigkeiten auf, schlägt die Klassenlehrperson im Gespräch mit den Eltern und dem Jugendlichen den passenden Schultyp vor. Sollte man sich nicht einigen können, regelt die Promotionsordnung sowohl die Übertritte zwischen den beiden Schultypen (Sekundarklasse E und Sekundarklasse G) als auch die Auf- und Abstufungen in den Niveau -Fächern. Erste Rekursinstanz ist die Sekundarschulbehörde.

Einstufungs- und Promotionsregelement der Sekundarschulen in Weinfelden

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Einstufungsempfehlung der Primarschule

Auf Grund der Einstufungsempfehlung der abgebenden Primarlehrpersonen werden die Schülerinnen und Schüler in die Klassen des Typs G oder des Typs E ins erste Semester der Sekundarschule aufgenommen.

Massgebend für die Einstufungsempfehlung sind eine Gesamtbeurteilung und die in der sechsten Klasse erbrachten Leistungen in den Fächern Deutsch, Realien und Französisch.

Die Einstufung in eines der drei Mathematik- und Englischniveaus g, m oder e erfolgt ebenfalls durch die Primarschule aufgrund der erbrachten Leistungen in der sechsten Klasse.

Erziehungsberechtigte, die mit der Empfehlung der Primarschule nicht einverstanden sind, haben die Möglichkeit, ihr Kind an die koordinierte Aufnahmeprüfung (KAP) anzumelden.

Beurteilung

In die Gesamtbeurteilung fliessen folgende Kriterien ein:

  1. die Leistungen in Mathematik
  2. das Arbeits- und Lernverhalten (Belastbarkeit, Lerntempo, Selbständigkeit, Zuverlässigkeit)
  3. das Abstraktionsvermögen
  4. die Aufnahme- und Speicherfähigkeit
  5. das Entwicklungspotenzial

 

Promotionsordnung

Beurteilung an der Sekundarschule

Die Schülerinnen und Schüler werden an der Sekundarschule gesamtheitlich beurteilt. Bei einer Umstufung werden neben der Leistungsbeurteilung in den einzelnen Fachbereichen also auch die Kriterien der Gesamtbeurteilung (siehe oben) berücksichtigt.

Zeitpunkt der Umstufungen

Umstufungen zwischen dem Klassentyp als auch zwischen den Niveaugruppen finden auf das Ende eines Semesters statt. Zwischenzeitliche Umstufungen sind möglich, wenn alle Beteiligten einverstanden sind.

Massgebende Fächergruppen für die Promotion in den Klassentypen

 

Für die Promotion sind die Gesamtbeurteilung sowie die Zeugnisnoten im Semesterzeugnis in den Fachbereichen A, B, C und D massgebend.

  • Fachbereich A: Deutsch (wird doppelt gezählt)
  • Fachbereich B: Französisch
  • Fachbereich C: RZG (Geschichte, Geografie)
  • Fachbereich D: NT (Biologie, Physik, Chemie)

Beförderung im Klassentyp E  

Schülerinnen und Schüler werden befördert, wenn sie im Semesterzeugnis in allen  Fachbereichen zusammen einen Notendurchschnitt von mindestens 4 erreichen und die Gesamtbeurteilung eine Beförderung rechtfertigt.

Umstufung vom Klassentyp E zum Klassentyp G

 

Schülerinnen und Schüler werden in der Regel umgestuft, welche die Bedingungen für die Beförderung nicht erfüllen. Über Umstufungen zwischen Sekundarschule E und Sekundarschule G entscheidet die Schulleitung auf Antrag der Lehrpersonen. Ein solcher Entscheid wird den Erziehungsberechtigten unter Angabe der Rechtsmittel schriftlich mitgeteilt.

Umstufung vom Klassentyp G zum Klassentyp E

 

Schülerinnen und Schüler werden in der Regel umgestuft, wenn die Gesamtbeurteilung dies rechtfertigt und im Semesterzeugnis in allen Fachbereichen zusammen ein Notendurchschnitt von 5,3 erreicht wird.

Über Umstufungen zwischen Sekundarschule G und Sekundarschule E entscheidet die Schulleitung auf Antrag der Lehrpersonen. Ein solcher Entscheid wird den Erziehungsberechtigten unter Angabe der Rechtsmittel schriftlich mitgeteilt.

Umstufungen in den Niveaufächern

 

  • Umstufungen ins nächst höhere Niveau erfordern in der Regel einen Notendurchschnitt der Prüfungen von 5,3 oder mehr.
  • Umstufungen ins nächst tiefere Niveau erfolgen in der Regel bei einem Notendurchschnitt der Prüfungen von 3,9 oder weniger.
  • Die Schule behält sich vor, Niveau-Gruppen zusammenzulegen.

Wiederholung eines Schuljahres

 

Die einmalige Wiederholung eines Schuljahres an der Sekundarschule ist in Ausnahmefällen möglich.

Wird der Wunsch auf Wiederholung von der Lehrerschaft nicht unterstützt, entscheidet die Schulleitung. Der Entscheid wird den Erziehungsberechtigten unter Angabe der Rechtsmittel schriftlich mitgeteilt.

Mögliche Gründe für eine Wiederholung:

  • Entwicklungsstand
  • Längerer Schulausfall infolge Krankheit oder Unfall
  • Belastendes Ereignis
  • Zuzug während des Schuljahres mit grossen stofflichen Lücken